Wo er wirklich herkommt

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In Wirklichkeit kommt der Nachname aus Oberschlesien. Das war (und ist immer noch) ein Gebiet, in dem sich deutsche und polnische Einflüsse vermischten.
Bei uns können auch noch tschechische Einflüsse dazukommen - in der alten Heimat der Kurzidims waren alle drei Sprachen verbreitet.

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Fast alle Kurzidims in Deutschland haben Vorfahren im Kreis Leobschütz, das Gebiet südlich von Oppeln an der tschechischen Grenze. Meine kann ich zurück verfolgen bis zu einem Balthasar Kurzidim aus Eiglau (gest. 1743). Dieses Dorf ist das historische Zentrum der Kurzidims, schon im ältesten erhaltenen Kirchenbuch (1688) finden sich mehrere Familien, die so hießen. In der nahen Kleinstadt Bauerwitz sind Kurzidims mindestens von 1750 bis 1841 als Schuhmacher tätig gewesen.
Der älteste mir bekannteste Kurzidim hieß Caspar Kurzidim und wurde 1531 in Bauerwitz als Steuerzahler erfaßt. Leider kann ich nicht sagen, ob und wie ich mit ihm verwandt bin.

Der Namen existiert in Deutschland, Polen und Tschechien in 8 Schreibweisen: Kurzidim, Kurzidym, Kurzydym, Kurzydem, Kursidim, Kurzidem, Kuřidym und Kurczydim. Diese Liste deckt sich ungefähr mit den Schreibweisen, die über die Jahrhunderte im erwähnten Kirchenbuch zusammenkamen. Kurzidim ist dabei die heute verbreitestste Variante, auch die häufigste im Kirchenbuch.
Bei verwandt.de kann man nachsehen, wie er in Deutschland (etwa 220 Personen) und Polen (etwa 160 Personen) verteilt ist. Auf der polnischen Karte sieht man deutlich, daß einige von uns der alten Heimat immer noch die Treue halten.

Hier noch eine Karte nur mit Kurzidim-Orten in Oberschlesien:
Kurzidim-Orte


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zuletzt am 14.08.48 / 26.05.2024 um 16 Uhr 50